Der Begriff „Enterale Ernährung“ bezeichnet sowohl den Vorgang, in dem jemand künstliche Nahrung zugeführt bekommt oder einnimmt, als auch die Art der dabei verwendeten Nahrung. Enterale Ernährung als Art der Nahrungsaufnahme kann beispielsweise bei folgenden Krankheiten notwendig werden:
Nicht selten müssen Sonden eingesetzt werden, die beispielsweise über die Nasenöffnung in den Magen oder Darm gelegt (nasale Sonden) oder über die Bauchdecke eingeführt werden (perkutane Sonden). Ist eine enterale Ernährung voraussichtlich nur vorübergehend (etwas bis zu vier Wochen lang) nötig, so wird meist eine nasale Sonde gesetzt; muss ein Mensch längerfristig künstlich ernährt werden, gibt man häufig der perkutanen Sonde den Vorzug. Damit die Flüssignahrung durch die Sonde in den Körper gelangt, nutzt man entweder die Schwerkraft oder aber eine so genannte Ernährungspumpe. Patienten, die auf letztgenannte Weise künstlich ernährt werden, müssen sich dafür nicht zwangsläufig in einer Klinik aufhalten. Für sie existieren zum Beispiel mobile Ernährungspumpen und dazu passendes Zubehör wie Tisch- und Infusionsständer für die jeweiligen Pumpsysteme, Schläuche und Desinfektionsmittel. Eine sorgfältige Desinfektion der Hände sollte vor dem Einführen und beim Umgang mit der Sonde selbstverständlich sein. Dafür gibt es bei Anbietern künstlicher Nahrung meist geeignete Desinfektionsmittel im Sortiment. Die Aufnahme von künstlicher Nahrung kann auch oral erfolgen, also über den Mund wie beim normalen Essen auch. Wird bei der Ernährung eines Menschen der gesamte Verdauungstrakt umgangen, so spricht man von parenteraler Ernährung. Die Flüssignahrung wird dann intravenös direkt in den Blutkreislauf eingeleitet, wenn etwa der gesamte Verdauungstrakt aufgrund von Krankheit gestört oder geschädigt ist.