Willkommen bei Enterale-Ernährung.de

Sonden-, Flüssig- und Aufbaunahrung
Die Nahrung für enterale Ernährung nennt man gemeinhin auch künstliche Nahrung, weil sie eigens für die enterale Ernährung produziert wurde. Man unterscheidet so genannte Trinknahrung und Aufbaunahrung von Sondennahrung. Trinknahrung wird meist oral und mitunter ergänzend zu normaler Nahrung aufgenommen, kann — je nach Produkt — aber auch als alleinige Nahrung dienen, während Sondennahrung — wie der Name es vermuten lässt — speziell für die Ernährung mithilfe einer Sonde produziert wurde. Allerdings kann auch Sondennahrung mitunter oral verabreicht werden. Insbesondere bei der Flüssignahrung und oraler Aufnahme der Nahrung ist der Geschmack nicht völlig unwichtig: Und so gibt es Flüssignahrung in Geschmackssorten wie Orange, Birne-Kirsche, Banane oder auch Kaffee. Als Aufbaunahrung dienen spezielle Breisorten oder Nährstoffe in Pulverform, die normaler Ernährung beigefügt werden können. Eine Standardnahrung für die enterale Ernährung besteht aus etwa 15% Eiweiß, 55% Kohlenhydrate, 30% Fett sowie aus Mineralstoffen und Vitaminen. Für eine vollständige Ernährung mit dieser künstlichen Nahrung werden meist etwa 1500 bis 2000 ml pro Tag gebraucht. Neben der Standardnahrung wird andere angeboten; diese Sonden- bzw. Flüssignahrung existiert mit teilweise sehr unterschiedlichen Bestandteilen, die auf die jeweiligen Ursachen für enterale Ernährung abgestimmt sind. Ist etwa eine Fehlfunktion der Bauchspeicheldrüse die Ursache für die Notwendigkeit enteraler Ernährung, so enthält die Nahrung häufig bereits aufgespaltete Fette und ist kohlenhydratreich. Menschen mit Unterernährung oder Magersucht werden ebenfalls mit energiereicher (hochkalogener) Nahrung versorgt, und es gibt auch spezielle Flüssignahrung für Diabeteserkrankte: reich an Chrom, an Vitamin C und E und an einfach ungesättigten Fettsäuren, mit Stärke und Fruktose statt Maltodextrin. Generell kann man künstliche Nahrung wie folgt gliedern, wobei Mischformen möglich sind, etwa die hochkalorische Nahrung mit hohem Eiweißanteil und wenig Ballaststoffen:

Ballaststofffreie und ballaststoffreiche künstliche Nahrung
Künstliche Nahrung, frei von Ballaststoffen, wird beispielsweise verordnet, wenn der Körper auf Ballaststoffe unverträglich reagiert. Dies kann etwa bei einem akuten Morbus Crohn Schub passieren.  Eine ballaststoffreiche Nahrung wird dagegen bei Kau- und Schluckstörungen empfohlen sowie bei so genannten konsumierenden Krankheiten wie Krebs, die den Energiebedarf des Körpers deutlich erhöhen. Ballaststoffe helfen unter anderem bei der Regulierung und Ernährung sowie beim Schutz des Darms.

Hochkalorische und normokalorische Sonden- Aufbau- oder Flüssignahrung
Auch hochkalorische künstliche Nahrung empfiehlt sich bei  konsumierenden Krankheiten, da der Kalorienbedarf durch diese Krankheiten erhöht wird und die Patienten ansonsten zur Auszehrung neigen. Hochkalorische Nahrung eignet sich auch bei Kau- und Schluckstörungen und lang anhaltender Appetitlosigkeit. Im Gegensatz zur hochkalorischen steht die normokalorische Nahrung für Menschen mit normalem Energiebedarf.

Künstliche Nahrung mit hohem Eiweißanteil
Sie eignet sich beispielsweise besonders, wenn der Eiweißbedarf des Körpers durch Wundheilungsstörungen erhöht ist. Eiweiß (Protein) ist für die Wundheilung wichtig, da es zu den Grundbausteinen menschlicher Zellen gehört. Eiweißkonzentrate werden auch als Nahrungsergänzung angeboten.

Spezielle künstliche Nahrung wird für Kinder entwickelt und das sowohl als Trink- wie auch als Sondennahrung. Sie ist abgestimmt auf deren Nährstoffbedarf und enthält beispielsweise verstärkt die Nährstoffe Taurin und Carnitin, die insbesondere für Kinder wichtig sind.